Dr. med. S. Grosser

Wechsel in das ambulante Gefäßzentrum Hamburg April 2017:

 

Auch nach 35 Jahren ärztlicher Tätigkeit kann man sich neuen Herausforderungen stellen.

 

Meine jahrzehntelange Zusammenarbeit als Facharzt für Innere Medizin, Nephrologie und Angiologie mit Hausärzten und Fachärzten aus allen Bereichen hat mir die Möglichkeit gegeben, über den Tellerrand der eigenen Fachdisziplin hinwegzuschauen. Dafür bin ich allen Fachkollegen sehr dankbar und kann auch gegenwärtig auf ein breites Netzwerk von niedergelassenen und im Krankenhaus tätigen Ärzten zurückgreifen, das mich bei der Betreuung von chronisch kranken angiologischen und nephrologischen Patienten unterstützt.

Die Angiologie (Lehre der Gefäßmedizin) wurde 1992 auf dem Deutschen Ärztetag als Teilgebiet der Innere Medizin anerkannt. Seither bietet sich Fachärzten für Innere Medizin die Möglichkeit, sich  auf dem Gebiet der arteriellen, venösen und lymphatischen Gefäßerkrankungen zu spezialisieren und eine Prüfung bei den zuständigen Ärztekammern  nach erfolgter Ausbildung abzulegen.

Kaum ein anderes Fachbereich greift in derart viele andere ärztliche Bereiche ein. Dieses zeigt, dass eine fachgebietsüberschreitende Zusammenarbeit zwingend notwendig ist.

Gefäßerkrankungen sind sehr häufig, verlaufen meist chronisch und können in allen Abschnitten des Körpers zu schweren Funktionsstörungen führen.  Menschen, die an einer chronischen Nierenerkrankung oder an einer Zuckerstoffwechselstörung leiden, haben ein schwergradig erhöhtes Risiko, Gefäßkomplikationen zu erleiden.

Arterielle Durchblutungsstörungen  im Bereich der Beine gehören zu den häufigsten Erkrankungen, können Schmerzen beim Gehen hervorrufen und in ungünstigen Fällen Amputationen erforderlich machen. Erweiterungen von Arterien, sogenannte Aneurysmen, können platzen und tödliche Blutungen provozieren.

Venöse Erkrankungen können schmerzhafte Krampfadern hervorrufen oder auch  lebensbedrohende Lungenembolien im Rahmen von Beinvenenthrombosen auslösen. In Deutschland sind fast 300.000 Todesfälle im Jahr auf diese Komplikationen zurück zu führen.

Störungen der Lymphgefäße können spontan oder auch nach Operationen und Bestrahlungen auftreten. Schwerstgradig schmerzhafte  Schwellungszustände im Bereich der Arme oder Beine  sind Folgen von Lymphgefäßerkrankungen, die die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität reduzieren.

Der rasche Fortschritt der Medizin hat auch in der Angiologie zu einer Verbesserung der therapeutischen Möglichkeiten geführt.

Trotz der Chance, bei Gefäßkranken auch die allerneuesten Behandlungstechniken einzusetzen, zeigt sich, dass nicht Alles, was möglich ist, auch tatsächlich sinnvoll ist.

Ein ambulantes Gefäßzentrum bietet die Chance, durch interdisziplinäre Zusammenarbeit von Angiologen und Gefäßchirurgen „im gleichen Haus“ nicht die verfügbaren Techniken sondern den betroffenen Patienten in den Mittelpunkt zu stellen.

Vordringliches Ziel ist, dem Patienten verständlich die Untersuchungsergebnisse zu erläutern und alle in Frage kommenden Therapieverfahren (Prävention, Gehtraining, Intervention oder Operation) zu besprechen.

Unbedingt sollte der betreuende Hausarzt, der von uns einen schriftlichen Facharztbericht erhält, bei der Suche nach der bestpassenden Vorgehensweise mit einbezogen werden.  

Das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz garantiert allen Patienten, die einer spezialisierten Therapie oder Operation bedürfen, die Möglichkeit, eine Zweitmeinung bei einem weiteren Facharzt einzuholen.

 

Das ambulante Gefäßzentrum Hamburg kombiniert individuell auf den Patienten abgestimmte hochspezialisierte Diagnostik mit kompetenter Beratung und hochspezialisierten Therapieverfahren, wobei durch intensive Kooperation mit anderen Fachinstitutionen das vollständige Spektrum der Angiologie abgedeckt wird.