Aortenaneurysma

Ambulantes Gefäß-und Laserzentrum - Aortenaneurysma

Gesundheitscheck

Was haben Thomas Mann, Albert Einstein und Charles de Gaulle gemeinsam? Sie sind Männer der Weltgeschichte – und alle drei sind an einem geplatzten Bauch-Aortenaneurysma gestorben. Das würde Ihnen heute dank neuester Diagnose- und Therapieverfahren nicht mehr passieren.

 

Das Aortenaneurysma ist eine Erweiterung der Schlagader (Aorta), die in verschiedenen Körperregionen auftreten kann. Sie tritt am häufigsten bei der Bauchschlagader auf – hier ist sie bekannt unter dem Namen Bauchaortenaneurysma (BAA). Sie ist besonders gefährlich, weil das Aneurysma meist plötzlich platzt und es schnell zu einer inneren Verblutung kommt. Blutgerinsel im Aneurysma können außerdem zu akuten Gefäßverschlüssen in den Beinen führen.

 

Ursache für ein Aneurysma sind Gefäßverkalkungen (Arteriosklerose). So haben fünf von hundert Männern über 65 Jahre eine krankhafte Erweiterung der Hauptschlagader. Bei einem von hundert Patienten ist eine sofortige Behandlung notwendig. Besonders gefährdet sind ehemalige Starkraucher sowie aktive Raucher, auch erbliche Veranlagungen können die Erkrankung hervorrufen. 

Therapiemöglichkeiten

Um ein Aortenaneurysma feststellen zu können, setzen wir in unserer Praxis auf das so genannte gefäßchirurgische Screening. Hierbei tasten wir den Bauch ab und führen eine kurze, schmerz- und strahlenfreie Ultraschalluntersuchung durch. Während kleinere Aneurysmen in der Folgezeit von uns überwacht werden, besteht bei Aneurysmen ab einem Durchmesser von 5 cm akuter Handlungsbedarf. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

 

  1. Die konventionelle bzw. offene Operation: Hier wird der Bauchraum geöffnet, das –Blutgefäß wird ober- und unterhalb der Gefäßerweiterung abgeklemmt, längs eröffnet und eine Gefäßprothese wird als Ersatz eingenäht. Ist der Blutstrom freigegeben, wird die ursprüngliche Gefäßwand zum Schutz der umgebenden Organe wieder um die Prothese gelegt und vernäht.
  2. Stent-Prothese: Über die Leistenschlagader führt der Arzt von innen eine durch Draht verstärkte Prothese von innen in das Aneurysma ein. Da die Bauchhöhle nicht geöffnet wird, ist der Eingriff für den Patienten sehr viel schonender. Allerdings ist hier eine lebenslange Überwachung notwendig.